Die ersten Manatas sehen wir fast direkt bei uns am Schiff

Maupiti – die kleine Schwester von Bora Bora

Maupiti wird auch die kleine Schwester von Bora Bora genannt, allerdings ohne diesen hochwertigen Tourismus mit den aufgeständerten Reetdachhütten. Kurz nach Tagesanbruch geht unser Anker in Bora Bora auf, bei 14m tiefem Wasser konnte man an diesem Ankerplatz den Grund sehen, Bora Bora ist wirklich einmalig.
Die 4 Stunden Überfahrt fliegen nur so an uns vorbei, kurz vor Maupiti sind wir 4 Segelyachten, die sich ein ambitioniertes Rennen liefern: die Segel bleiben bis kurz vor dem Pass oben, ein Boot lässt die Segel sogar während der Passdurchfahrt stehen. Wir haben 1m Welle, 10kn Wind aus Ost-Nordost, die Bedingungen am Pass sind gut. Müssen sie auch sein, denn dieser Pass hat es bei Südwind und ab 1,5m Welle in sich, dann brechen die Wellen im Pass und er wird unpassierbar. Zudem können auslaufend im Pass bis zu 9 kn Strom stehen.

Der Pass ist enger, als alles was wir bisher hatten, aber unsere Durchfahrt ist absolut unproblematisch, dank des Wetters.
Die Passeinfahrt auf Maupiti mit der hapa na sasa
Das sieht jetzt wirklich nicht eng aus, dank des Superweitwinkels unserer GoPro Kamera.

Bis zum Ort Vaiea ist das Fahrwasser betonnt, danach kommen wir in das kleine Ankerfeld und da hört dann auch die Kartographierung auf, einer von uns steht also am Bug und dirigiert den Steuermann an den Korallen vorbei. Da das Wasser erstaunlich trüb ist. Wie tief liegen also die Korallen, die sich hier unter den dunklen Flecken verbergen? Sehr schwer abzuschätzen.

Manta Rochen, wohl die majestätischsten Tiere, die wir bisher gesehen haben

Am nächsten Morgen geht es zu den Mantas – diese riesigen Rochen mit dem breiten Maul, die so majestätisch durch das Wasser gleiten. Keine 5 Dinghy-Minuten von unserem Schiff entfernt, treffen wir bereits die ersten zwei Exemplare. Direkt daneben fängt die Sandbank an, hier geht es innerhalb von wenigen Metern von 8m Tiefe auf einen halben Meter – dort setze ich mich in glasklare Wasser.

Die ersten Manatas sehen wir fast direkt bei uns am Schiff

Am Hauptspot, wo sich die Mantas morgens treffen, gehen wir mit Taucherbrille und Schnorchel ins Wasser. Es ist nicht zu beschreiben, wie diese grossen Tiere auf 7-8m Tiefe majestätisch um einen Korallenblock kreisen oder in Reih und Glied schwimmen. Wir beobachten die Tiere fast eine Stunde lang, schwimmen ihnen immer wieder ein Stück nach. Die Grössten haben eine Spannweite von 3 Metern und, hier sehen wir niemanden, der die Tiere anfüttert, so wie das an einigen anderen Orten der Fall ist.

Manta Rochen auf Maupiti ein majestätischer Anblick

Manta Rochen in Reih und Glied auf Maupiti Französisch Polynesien

Grau, regnerisch aber oben auf dem Berg Teurafaatiu reisst der Himmel für kurze Zeit auf

Die letzten Tage war das Wetter ziemlich grau und regnerisch, kaum vorstellbar dieses Gesicht der Südsee. Bis auf die Temperatur kommt man sich vor wie an einem Novembertag in Nordeuropa. Wir raffen uns trotzdem auf und besteigen den Teurafaatiu. Die Begeisterung der Kinder hält sich in Grenzen, und das ist der positivste Ausdruck, den ich für ihr Verhalten finden kann. Louisa legt in der Folge eine Barfussbesteigung hin, da frage ich mich, warum ich ihre Schuhe die ganze Zeit getragen habe.
Barfuss auf denTeurafaatiu auf Maupiti

Die hapa na sasa in der Lagune von Maupiti Französisch Polynesien
Ganz links die hapa na sasa, was für ein Traum!

Oben müssen wir sogar an einem grossen Felsen entlang einige vorhandene Seile nutzen, aber von der Aussicht werden wir mehr als belohnt.
Louisa am Seil auf Maupiti

Paula am Seil auf Maupiti

Die Crew der hapa na sasa auf dem Teurafaatiu auf Maupiti in Französisch Polynesien
Oben angekommen ein Bild für das Fotoalbum.

Mir persönlich hat Bora Bora doch noch ein bisschen besser gefallen, vielleicht liegt es einfach nur daran, dass dort das Wasser klarer und der Ausblick noch ein bisschen perfekter war.
Jetzt machen wir uns auf nach Mauhpihaa oder auch Mopelia genannt, dort leben nur eine Hand voll Leute, kein Versorgungsschiff, kein Telefon, kein Internet. Der Pass wir als der schwierigste in Französisch Polynesien gehandelt, Horrorgeschichten gibt en masse, wir sind gespannt.

Join The Ride

Fragen benatworten wir immer gerne. 

Ein wunderbares Anlegemanöver am Geländer in Port Louis auf Mauritius

3 Antworten

  1. Hallo Constantin, ich bewundere Euch, Ihr seit im Paradies. Auf welcher Insel werdet Ihr sesshaft werden und habt Ihr schon Erfahrungen im Bau von Hütten sammeln können ?
    Viele Grüße
    Bernd

Kommentare sind geschlossen.

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